“Soll mein Kind in den Ferien lernen?” Was Eltern unbedingt wissen sollten

“Soll mein Kind in den Ferien lernen?” Was Eltern unbedingt wissen sollten

“Ferien sind zum Ausruhen da!” Diesen Satz höre ich jedes Jahr. Und wissen Sie was? Er stimmt. Zumindest halb.

Ferien sollen Erholung bringen. Der Leistungsdruck darf Pause machen. Ausschlafen, Eis essen, baden, verreisen, faulenzen – unbedingt!

Jedoch hat Lernen nicht nur etwas mit Schulstress zu tun. Lernen bedeutet auch: Neues entdecken, Fertigkeiten anwenden und Erfahrungen sammeln. Genau deshalb bin ich kein Fan von der Frage: “Soll mein Kind in den Ferien lernen?” Die bessere Frage lautet: “Wie kann Lernen in den Ferien leicht und natürlich gelingen?”

 

Es gibt Ferien. Und es gibt Sommerferien.

Ein verlängertes Wochenende? Kein Problem. Eine Woche Semesterferien? Da darf das Gehirn ruhig entspannen.

Aber neun Wochen Sommerferien wie in Österreich? Das ist eine ganz andere Geschichte.

Denn: Unser Gehirn funktioniert nach dem Prinzip: Use it or lose it. Was wir nicht verwenden, baut es nach und nach wieder ab. Gedächtnis ist kein Regal, in dem Wissen einfach liegen bleibt. Es ist lebendige Gehirnstruktur. Wird sie nicht genutzt, wird sie schwächer.

Der Psychologe Hermann Ebbinghaus hat das bereits vor über 100 Jahren beschrieben. Seine Vergessenskurve zeigt: Bereits nach sechs Tagen ist ein großer Teil des neu Gelernten verschwunden (77% Verlust). Nach etwa einem Monat bleibt oft nur noch ein kleiner Rest übrig (15%).

Wer in den Ferien gar nichts macht, startet häufig mit mehr Stress ins neue Schuljahr. Dann müssen zuerst alte Inhalte wieder mühsam hervorgeholt werden, bevor Neues dazukommen kann. Das erhöht den Leistungsdruck – genau das, was wir eigentlich vermeiden wollten.

Deshalb stellt sich die Frage eigentlich gar nicht mehr: Wiederholen muss sein.

 

Lernen? Ja! Aber im Ligth-Modus!

Die gute Nachricht: Wiederholen muss nicht nach Schule aussehen.

Im Gegenteil. Gerade in den ersten Ferienwochen darf Lernen mitten im Alltag stattfinden.

 

FÜR VOLKSSCHÜLER

Lesen Sie täglich gemeinsam – fünf bis fünfzehn Minuten reichen völlig aus. Ob Erstlesebuch, Comic oder Tierbuch ist fast egal. Hauptsache, es wird gelesen.

Auch Rechnen versteckt sich überall. Kinder merken dabei oft gar nicht, dass sie lernen. Genau das macht Spaß:

  • Beim Kuchenbacken Zutaten abwiegen.
  • Gelbe Autos abzählen.
  • Die Zaunlänge im Garten berechnen.
  • Die Fläche der Wand zum Ausmalen herausfinden.
  • Im Supermarkt Preise überschlagen.
  • Beim Wandern Entfernungen schätzen, Schrittgröße vergleichen.

Erst in den letzten vier Ferienwochen empfehle ich ein Ferienheft oder Übungsblätter. So gewöhnt sich das Gehirn wieder an das schulische Arbeiten und der Schulstart fällt deutlich leichter.

 

FÜR TEENAGERS

Hier genügen oft etwa 30 Minuten täglich.

Hier wird gelesen, was wirklich interessiert: Krimi, Fantasy, Sport, Technik oder Liebesroman – alles zählt.

Fremdsprachen lassen sich wunderbar nebenbei trainieren:

  • Serien in der Fremdsprache ansehen.
  • Podcasts hören.
  • Blogs lesen.
  • Im Urlaub bewusst Englisch sprechen.
  • Musiktexte verstehen.

Das fühlt sich selten wie Lernen an – wirkt aber erstaunlich gut.

Mathe für fünfzehn Minuten alle Drei Tage fest einplanen. Das ist DER  Game Changer für den Schulstart im September! Auch Sudoku, Kreuzworträtsel, Black Stories, Kartenspiele oder Gesellschaftsspiele halten das Gehirn spielerisch mathe-fit ganz ohne Schulbank. Denn sie bringen das Gehirn dazu, anders zu denken.

 

Ferienzeit ist Mutzeit

Ferien sind nicht nur zum Wiederholen da. Sie sind auch die beste Zeit, Neues auszuprobieren. Ich empfehle Familien jedes Jahr: Schreiben Sie gleich zu Ferienbeginn gemeinsam eine Wunschliste. Zum Beispiel:

  • ein neues Rezept kochen.
  • einen Wald erkunden.
  • Jonglieren lernen.
  • einen Escape-Room besuchen.
  • einen Vogel oder Sternenhimmel bestimmen.
  • einen Flohmarkt organisieren.
  • ein neues Gesellschaftspiel lernen.

 

Achtung Bildschirmzeit-Falle!

Mehr Freizeit bedeutet leider oft auch mehr Handy, Tablet, Computer und Fernsehen. Das Problem ist nicht nur die Bildschirmzeit selbst. Kinder bewegen sich weniger, die Augen arbeiten stundenlang fast immer auf dieselbe Entfernung und das Gehirn bekommt kaum abwechslungsreiche Reize.

Meine einfache Ferienregel lautet: Mindestens genauso viel Zeit draußen in Bewegung wie vor dem Bildschirm. Und zwar zusammengerechnet: Handy, Tablet, Computer und Fernseher.

Diese Regel verstehen Kinder erstaunlich gut – und Eltern übrigens auch.

 

Versprochen ist versprochen und wird nicht gebrochen!

Ein letzter Tipp, der oft Wunder wirkt: Machen Sie es verbindlich. Schließen Sie zu Ferienbeginn einen kleinen Vertrag mit Ihrem Kind. Nicht als Drohung, sondern als gemeinsame Vereinbarung. Kinder mögen Klarheit. Und wenn die Regeln vorher gemeinsam vereinbart werden, gibt es später deutlich weniger Diskussionen.

Zum Beispiel: Ich lese jeden Tag zehn Minuten. Ich rechne oder knobele zehn Minuten. Ich bewege mich täglich draußen – länger als ich am Bildschirm sitze.

 

Mein Fazit

Ferien sollen Erholung bringen. Daran gibt es nichts zu rütteln. Aber völlige Lernpause ist für das Gehirn ungefähr so sinnvoll wie neun Wochen nur auf dem Sofa zu liegen. Bewegung hält den Körper fit – regelmäßiges Wiederholen hält das Gehirn fit. Deshalb wünsche ich allen Familien keine lernfreien Ferien, sondern entspannte Ferien mit ganz viel Leben, Neugier und kleinen Lernmomenten. Denn genau diese Mischung sorgt dafür, dass der Schulstart später nicht zur Bruchlandung wird.

 

Omega-3: Booster fürs Lernen oder doch nur Hype?

Omega-3: Booster fürs Lernen oder doch nur Hype?

Sie haben sicher schon von Omega-3 gehört. Es klingt gesund, aber was hat das eigentlich mit Lernen zu tun? In diesem Beitrag zeige ich Ihnen, wie Omega-3 Ihr Gehirn beim Lernen unterstützt – ganz einfach erklärt!

 

Was ist Omega-3 überhaupt?

Omega-3 sind Fette, genauer gesagt mehrfach ungesättigte essenzielle Fettsäuren. „Essenziell“ bedeutet: Ihr Körper kann sie nicht selbst herstellen. Sie müssen sie also über die Ernährung aufnehmen – wie einen VIP-Gast, den Sie täglich einladen sollten.

Wichtig zu wissen: Omega-3 ist nicht gleich Omega-3. Die Omega-3 Familie besteht aus den Drillingen DHA (Docosahexaensäure), EPA (Eicosapentaensäure) und ALA (Alpha-Linolensäure). Sie übernehmen jeweils unterschiedliche Aufgaben im Körper.

 

Omega-3 DHA ALA EPA

Darum sind Omega-3 für das Lernen wichtig

Das Gehirn besteht zu einem großen Teil aus Fett (60% – genauso viel Brie-Käse) – und besonders aus Omega-3-Fettsäuren (20% sogar aus DHA).

Der größte Anteil der DHA wird für die sogenannte Myelinschicht aufwendet. Diese Schicht umhüllt unsere Nervenbahnen wie eine Isolierung und sorgt dafür, dass Informationen blitzschnell ohne Datenverlust weitergeleitet werden – wie die Isolierung eines Stromkabels. Je besser diese Myelinschicht ausgebaut ist, desto schneller und effektiver kann Ihr Kind denken, sich konzentrieren, Neues behalten und wiedergeben.

 

Omega-3 Myelinschicht

Omega-3 sind „Türscharniere“ für Ihre Zellen

Omega-3 machen zusätzlich die Zellmembran im Gehirn flexibel und geschmeidig – stellen Sie sich das wie ein gut geöltes Türscharnier vor. So können Nährstoffe und Informationen leichter in die Zelle hinein und wieder hinaus. Das ist besonders beim Lernen wichtig, da die Nervenzellen die Energieverbraucher Nummer Eins im Körper sind. Nur mit einer guten Versorgung seiner Nervenzellen kann das Gehirn Ihres Kindes auf Hochtouren arbeiten!

 

Omega-3 Zelle

Balance ist alles: Omega-3 und Omega-6

Im Körper gibt es nicht nur Omega-3, sondern auch Omega-6. Beide sind wichtig, aber das Verhältnis zählt. Die WHO (Weltgesundheits-Organisation) empfiehlt etwa 3 Teile Omega-6 zu 1 Teil Omega-3. (3:1).

In unserer modernen Ernährung liegt das Verhältnis oft bei 15:1 oder sogar 20:1 – das ist zu viel Omega-6! Für Ihr Gehirn und Ihre Lernfähigkeit sollten Sie versuchen, mehr Omega-3 und weniger Omega-6 zu essen.

 

Ratio omega-3 Omega-6

Die Lösung: mehr Omega-3 und weniger Omega-6

Was können Sie also tun, um das Ratio Omega-6 zu Omega-3 Ihres Kindes zu verbessern – also zu verringern? Man muss kein Mathegenie sein, um das zu erraten_ Omega-3 erhöhen und Omega-6 verringern.

Die Konsumgesellschaft führt uns oft jedoch nur zur umsatzbringende Lösung: Omega-3 supplementieren. Es geht auch durch die bewusste Umstellung der Ernährung mit mehr Fisch, denn das sind die Quelle der Omega-3:

  • DHA aus Kaltwasserfischen und Algen
  • EPA aus Kaltwasserfischen und Algen
  • ALA aus Nüssen und Samen

Supplementieren ist zwar eine gute Idee, vor allem im fischarmen Speiseplan in Österreich, jedoch nicht die einzige Lösung! Omega-6 reduzieren ist auch ganz leicht:

  • Auf Sonnenblumenöl und Maiskeimöl verzichten (auch in Aufstrichen!)
  • Fleisch- und Wurstkonsum Ihres Kindes verringern.
  • Frittiertem und Fertiggerichte vermeiden.
Quelle DHA ALA EPA

Fazit

Omega-3 ist kein Hype, sondern ein echter Lernbooster für das Gehirn Ihres Kindes. Besonders beim Lernen und Wiederholen sorgt es dafür, dass Ihre Myelinschicht sich bildet und stark bleibt, damit Ihr Kind sich besser konzentrieren kann. Achten Sie auf eine gute Balance und eine Supplementierung in Ihrer Ernährung – Ihr Gehirn wird es Ihnen danken!

Ich wäre gemein, wenn ich Sie jetzt einfach davon gehen lassen würde, ohne diesen letzten Absatz zu schreiben. Denn bitte bitte bitte: greifen Sie jetzt nicht einfach zu irgendeinem Omega-3-Präparat im Supermarkt zu! Ich berate Sie gerne persönlich dazu.

 

 

Nachhilfe oder Lerncoaching – Unterschiede verstehen und entscheiden

Nachhilfe oder Lerncoaching – Unterschiede verstehen und entscheiden

„Meine Tochter braucht Nachhilfe!“ – diesen Satz hört man häufig, wenn in der Schule die Noten purzeln. Doch ist Nachhilfe wirklich die Lösung? Oder wäre Lerncoaching die bessere Wahl?

Spoiler: Nachhilfe allein bringt oft gar nichts. Warum das so ist und welche Alternative Sie in Betracht ziehen sollten, erkläre ich Ihnen hier klar!

 

Nachhilfe und Lerncoaching: Was ist das eigentlich?

Nachhilfe ist der Klassiker. Sie denken wahrscheinlich an einen Nachhilfelehrer, der Ihrem Kind erklärt, was es nicht verstanden hat. Das Ziel: Schlechte Noten verbessern, indem Unterrichtsstoff wiederholt wird. Typisch sind regelmäßige Nachhilfestunden in Gruppen bei den klassischen Fächern Mathe oder Englisch. Der Fokus liegt auf: Wissenslücken schließen.

Lerncoaching hingegen ist anders. Es geht nicht nur um das Was, sondern hauptsächlich um das Wie des Lernens. Lerncoaches vermitteln keine reinen Inhalte, sondern zeigen Strategien, wie man sich den Stoff selbstständig aneignet und Blockaden abbaut. Dazu gehören gehirn-gerechte Lernmethoden sowie Techniken zum Zeitmanagement, Motivationstricks und Stressbewältigung.

Ein Lerncoach macht Ihr Kind fit fürs Lernen – unabhängig vom Fach. Ein Nachhilfelehrer übt nur den Lernstoff.

 

Warum Nachhilfe oft nichts bringt

Hier kommt die harte Wahrheit: Nachhilfe ist oft wie ein Pflaster auf einer klaffenden Wunde. Es deckt das Problem ab, löst es aber nicht. Warum? Weil es sich nur mit dem aktuellen Stoff beschäftigt, ohne die Ursachen für Lernschwierigkeiten zu bekämpfen.

Denn meistens fehlt es Kindern nicht nur an Wissen, sondern an Lernmethoden, Motivation und der Fähigkeit, sich selbst zu organisieren. Und genau das bleibt bei klassischer Nachhilfe auf der Strecke.

 

Beispiel Mathe: Bruchrechnung

Stellen Sie sich vor, Ihr Kind kommt mit der Bruchrechnung nicht klar.

Der Nachhilfelehrer wird wahrscheinlich anfangen, die Regeln für Brüche zu erklären, Aufgaben durchzugehen und zu wiederholen, was im Unterricht nicht verstanden wurde.

Klingt gut? Vielleicht. Aber wenn das Problem tiefer sitzt, z. B. weil Ihr Kind keinen Plan hat, wie es den Stoff strukturiert lernen soll oder einfach komplett blockiert ist, hilft das wenig.

Ein Lerncoach geht anders vor. Er fragt zunächst: „Warum klappt es mit der Bruchrechnung nicht? Ist es ein grundsätzliches Verständnistehma? Fehlt die Motivation? Liegt es am Zeitmanagement? Oder ist es die Angst vor Mathe?“ Dann werden gemeinsam Strategien erarbeitet, um die Lernblockade zu lösen. Z.B. können große Zettel in 1/2 oder 1/8 gerissen, geschnitten. Pizza wird gemeinsam in 1/8 Stücke. Es wird über Fussball gesprochen (2 Hälfte). Also kommen alle Sinne, Bewegung, und die individuellen Interesse des Kindes dazu. Das Ergebnis? Ihr Kind weiß nicht nur, wie es Brüche rechnet, sondern auch, wie es das Lernen generell angeht – auch bei allen anderen Schulfächern!

 

Kosten: Nachhilfe vs. Lerncoaching

Die Kosten sind ein entscheidender Faktor, klar. Eine klassische Nachhilfestunde kostet zwischen 20 und 50 Euro. Lerncoaching ist oft teurer, je nach Anbieter zahlen Sie zwischen 50 und 100 Euro pro Stunde.

Der Unterschied: Nachhilfe bietet schnelle Hilfe bei akuten Problemen, Lerncoaching ist eine Investition in allen Fächern und für langfristige Lernerfolge. Was ist Ihnen mehr wert?

 

Disclaimer: Lerncoaching vs. Lerntherapie

Lerncoaching und Lerntherapie klingen ähnlich, sind aber nicht dasselbe.

Während Lerncoaching auf die Entwicklung von Lerntechniken und Lernstrategien und Motivation abzielt, setzt Lerntherapie dort an, wo tiefere psychologische Ursachen vorliegen. Lerntherapeuten helfen bei ernsthaften Lernstörungen wie Legasthenie oder Dyskalkulie, also wenn das Problem weit über die üblichen Lernschwierigkeiten hinausgeht.

 

Was läuft schief?

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Immer mehr Kinder und Jugendliche nehmen Nachhilfe oder Lerncoaching in Anspruch. Im Schuljahr 2023/24 gaben Familien in Österreich insgesamt 168 Millionen Euro für private Nachhilfe aus. Ein deutliches Indiz dafür, dass unser Schulsystem in vielen Fällen versagt. Oft fehlt es im regulären Unterricht an Zeit für die individuelle Förderung und Lernstrategie. Es geht so schnell so viel Lernpotential und Lernfreude verloren!

Umso wichtiger ist es, dass der Trainer ihres Kindes – ob Nachhilfelehrer, Lerncoach oder Lerntherapeut – qualifiziert sind und spielerisch mit Ihrem Kind arbeitet. Hier sollten Sie nicht am falschen Ende sparen!

Klingt interessant, aber Sie sind sich noch unsicher, was das Richtige für Ihr Kind ist? Kein Problem! Reservieren Sie gleich hier Ihr kostenloses Kennenlerngespräch. Wir finden gemeinsam heraus, welche Unterstützung Ihr Kind wirklich braucht – ganz ohne Druck, aber mit jeder Menge Expertise!

 

Blackout bei Prüfung: Was tun, wenn der Kopf plötzlich leer ist

Blackout bei Prüfung: Was tun, wenn der Kopf plötzlich leer ist

Kennen Sie das? Ihr Kind sitzt bei einer Klassenarbeit, es hat gelernt, geübt – und plötzlich? Blackout! Nichts geht mehr. Der Kopf ist so leer wie das Blatt Papier.

Aber was genau passiert da eigentlich? Und vor allem, was tun?

 

Was ist ein Blackout?

Ein Blackout ist, wenn das Gehirn einfach dicht macht. Alles Gelernte scheint wie vom Erdboden verschluckt – Die Gedanken rennen im Kreis oder stehen still. Bei Schülern passiert das oft in Stresssituationen – Prüfungen, Präsentationen oder mündliche Abfragen.

Und am Frustrierendsten daran? Das Wissen ist ja da, aber es kommt nicht raus! Es kann jedem Schülern passieren – und ist bestimmt seiner Lehrkraft auch bekannt!

 

Wie entsteht ein Blackout?

Stress ist der Übeltäter Nummer eins. Wenn Ihr Kind Angst hat, zu versagen, schüttet der Körper Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin aus.

Diese Hormone sind toll, wenn man einen Löwen bekämpfen muss, aber nicht, wenn man sich an den Mathestoff erinnern soll. Der Körper ist im Überlebensmodus, und das Gehirn? Der sichert das Überleben und Mathe kümmert ihm zu 0,00%!

 

Vorboten erkennen…

Die gute Nachricht: ein Blackout kommt nicht vom heiteren Himmel. Es gibt Warnzeichen, dass ein Blackout naht. Achten Sie auf:

  • Gleichgewicht: Ihr Kind wirkt plötzlich benommen, unsicher oder wackelig auf den Beinen.
  • Atmung: Die Atmung wird flach, schnell, hektisch oder ausgesetzt.
  • Herzschlag: Das Herz rast, als hätte es den 100-Meter-Lauf gewonnen.
  • Gehirnnebel: Konzentration? Fokus? Fehlanzeige. Alles fühlt sich verschwommen an.
  • Gedankenkarussell: Die Gedanken drehen sich im Kreis, ohne an einer Antwort hängen zu bleiben – oder auch hängen felsenfest an dieser einer Sache.

 

… und schnell daraus kommen!

Wenn der Blackout zuschlägt, gibt es ein paar Tricks, um den Kopf wieder freizubekommen:

  •  Zeichnung ÜberkruezbewegungenZeichung Hook UpsZeichnung Positive PunkteBrain Gym: Bestimmte Körperbewegungen (z. B. die Hook Ups, die Positive Punkte und anschließend die Überkreuzbewegungen helfen rasch, wieder Herr seines Körpers zu werden und das Denken anzukurbeln. (Foto by Lisa Marcovici, rekinexion.com)
  • Wasser trinken: Klingt banal, hilft aber! Ein paar Schlucke Wasser können Wunder wirken und die Denkfähigkeit zurückbringen. Power Pause.
  • Affirmationen: Positive Sätze wie „Ich kann das!“ „Ich bin ruhig“, „Ich bin atme ruhig“ wirken beruhigend und stärken das Selbstvertrauen.
  • Ätherische Öle: Die Ultimative Mischung aus Lavendelöl (beruhigend), Pfefferminzöl (klärend), Rosmarinöl (Konzentrationsfördernd) und Zitronenöl bzw. Orangenöl (erfrischend und aufhellend) wirkt Wunder. Super als Riechstift für die Federschachtel!
  • Bachblüte: Larch ist die Lernblüte, um Stress abzubauen und den Geist zu beruhigen.

 

Fazit

Kurz und knapp: Ein Blackout muss kein Weltuntergang sein. Mit den richtigen Techniken und ein wenig Übung können Sie Ihrem Kind helfen, ruhig und konzentriert durch die nächste Prüfung zu kommen – ohne dass der Kopf wieder Urlaub macht!

Aber… Wenn der Blackout bei jeder Prüfung zur lästigen Routine wird, ist es Zeit für Profi-Hilfe! Ich zeige Ihrem Kind , wie er seinen Prüfungsstress endgültig in die Wüste schickt. Nicht zögern: reservieren Sie jetzt Ihr kostenloses Beratungsgespräch!

 

Wasser statt Soft Drinks: So motivieren Sie Ihr Kind, mehr Wasser zu trinken

Wasser statt Soft Drinks: So motivieren Sie Ihr Kind, mehr Wasser zu trinken

Hand aufs Herz: Wer von uns greift nicht gerne mal zur Limo? Lecker, süß, sprudelnd – Wasser trinken ist im Vergleich langweilig… klar, dass auch Kinder davon nicht genug kriegen können!

Aber wir wissen ja alle, dass Wasser die beste Wahl ist. Und zwar nicht nur für die Gesundheit, sondern auch für die Konzentration und Leistungsfähigkeit unserer Kids. Doch wie bringt man kleine Zucker-Fans dazu, öfter mal zum Wasser zu greifen? Hier ein paar Tipps, wie Sie als Eltern oder Lehrer die Trinkgewohnheiten spielerisch aufpeppen können!

 

Warum Wasser trinken so wichtig ist

Die ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist für Kinder besonders wichtig, da sie mehr Wasser im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht benötigen als Erwachsene.

Wasser hält nicht nur die Verdauung in Schwung, sondern fördert auch die Konzentration und die Leistungsfähigkeit im Unterricht. Kinder, die zu wenig trinken, sind oft müde, unkonzentriert und sogar gereizt. Mit genug Wasser läuft der Tag einfach besser – für alle!

 

Machen Sie das Wasser zum Star!

Wasser ist nicht langweilig, es wird nur manchmal schlecht präsentiert!

Wenn Sie Ihr Kind dazu bringen wollen, mehr Wasser zu trinken, dann pimpen Sie das Wasser doch einfach ein bisschen auf. Wie wäre es zum Beispiel mit bunten Trinkflaschen, die leuchten, glitzern oder coole Motive haben? Eine Flasche, die nach Einhorn oder Dinosaurier aussieht, wird garantiert öfter in die Hand genommen als der schnöde Becher.

Glas mit Wasser trinkenTipp: Wassermelone, Minze, Zitronenscheibe oder Gurke im Glas reinwerfen! Ein paar Scheiben frische Früchte oder Kräuter verleihen dem Wasser einen Hauch von Aroma und machen es gleich viel spannender. Ohne Zucker, ohne Chemie – und super lecker!

Sie können auch ein Experiment durchführen: giessen Sie über 2 Wochen eine kleine Pflanze (z.B. Basilikum) mit Cola statt mit Wasser und lassen Sie Ihr Kind / Ihre Schüler beobachten, was passiert. Danke für die Opfer, liebe Pflanze!

 

Schaffen Sie Wasser-Rituale

Regelmäßigkeit ist der Schlüssel! Wenn Sie zu festen Zeiten eine Wasserpause einplanen – sei es zu Hause oder in der Schule – gewöhnt sich Ihr Kind bzw. Ihre Schüler ganz automatisch daran.

Nach dem Aufstehen, zu den Mahlzeiten, vor dem Schlafengehen oder auch während den Hausaufgaben: Machen Sie das Wassertrinken zur Routine.

In der Schule könnte es zum Beispiel eine „Wassermoment“-Zeit geben, bei der alle Kinder gemeinsam einen Schluck Wasser trinken. Vielleicht können Sie als Lehrkraft dazu eine coole Wassermelodie spielen oder den „Wasserheld des Tages“ küren. So bleibt es für die Kids spannend und der Griff zur Wasserflasche wird zur coolen Aktion.

 

Der gute alte Wettbewerb!

Kinder sitzen am Boden und arbeiten an einer TafelKinder lieben Wettkämpfe – also warum nicht einen Trinkwettbewerb starten? Wie wäre es mit einer Challenge: „Wer schafft es, die meisten Gläser Wasser am Tag zu trinken?“ Sie könnten zu Hause eine Trink-Tabelle aufhängen und am Ende der Woche gibt es für den Sieger eine kleine Belohnung – und nein, die muss nicht aus Schokolade bestehen!

In der Schule könnte eine Trink-Challenge ebenfalls wunderbar funktionieren. Die Klasse sammelt beispielsweise gemeinsam Punkte, wenn alle Schüler genug Wasser trinken. Am Ende gibt es für die ganze Klasse ein Eis oder einen Ausflug ins Schwimmbad – was auch immer das Wassertrinken feiert!

Mittlerweile gibt es auch Apps fürs Handy, die die Wassermenge über den Tag sammelt. Ich verwende zum Beispiel die kostnelose “DrinkWater” Anwendung (Werbung ohne Aufforderung).

 

Wissen ist Macht!

Gehirn als ZahnradsystemKinder verstehen oft nicht, warum Wassertrinken so wichtig ist. Geben Sie ihnen das Wissen an die Hand, das sie brauchen.

Da können Sie mit einem Quiz punkten: aus wieviel Wasser besteht der Körper? Das Gehirn? Die Augen? (Lösung: 70%, 90% und 98%). Gar nicht so unwichtig auf einmal, oder?

Erklären Sie spielerisch, dass Wasser das Gehirn fit hält, die Haut schön macht und den Körper vor Krankheiten schützt. Warum also nicht mit kleinen Geschichten oder Bildern arbeiten? „Wussten Sie, dass Wasser uns zu Superhelden macht? Es versorgt unseren Körper mit allem, was wir brauchen, um stark, schlau und fit zu bleiben!“

Auch Lehrer können hier super ansetzen: Ein Projekt rund ums Thema „Wasser und Gesundheit“ sorgt für Bewusstsein und regt die Schüler dazu an, mehr zu trinken.

 

Fazit: Wasser macht Spaß !

Es liegt in unseren Händen, Wassertrinken für Ihr Kind attraktiv zu machen. Mit ein wenig Kreativität, tollen Ritualen und einem Hauch Wissen können Sie und Lehrer dafür sorgen, dass Wasser für Kinder zu einem treuen Begleiter wird.

Und die Limo? Die bleibt eine Ausnahme für besondere Momente!

 

Warum Schüler nie ohne Frühstück aus dem Haus gehen sollten

Warum Schüler nie ohne Frühstück aus dem Haus gehen sollten

Jeder kennt es: Der Wecker klingelt, man dreht sich nochmal um, und plötzlich ist es viel später als gedacht. Die Kinder hasten durch die Wohnung, der Schulranzen wird im Vorbeigehen geschnappt – und das Frühstück? Bleibt links liegen! Dabei ist genau das ein großer Fehler. Denn ohne ein ordentliches Frühstück geht bei den Kids in der Schule meistens nichts.

Warum? Ganz einfach: Das Gehirn braucht Power! Nach einer langen Nacht ist der Tank leer, und genau wie ein Auto nicht ohne Treibstoff fährt, funktioniert auch unser Gehirn nicht ohne den nötigen Nährstoffen. Für Schüler, die oft stundenlang stillsitzen und sich konzentrieren müssen, ist das umso wichtiger. Aber keine Panik, wir haben nicht nur die Erklärung, warum das Frühstück so essenziell ist, sondern auch ein paar schnelle Ideen, wie man Ihr Kind morgens in Schwung bringt!

 

Konzentration, Energie & Co.: Das kann ein Frühstück alles!

Stellen Sie sich vor, Ihr Kind sitzt im Matheunterricht und versucht verzweifelt, die Textaufagbe zu verstehen. Der Magen knurrt, die Gedanken schweifen ab, und die Konzentration sinkt auf null. Kein Wunder, wenn das Gehirn keine Energie bekommt.

Ein ausgewogenes Frühstück füllt die Energiespeicher auf, stabilisiert den Blutzuckerspiegel und sorgt dafür, dass der Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt ist.

Was passiert, wenn die Energie fehlt? Ihr Kind wird müde, kann sich nicht konzentrieren und hat vielleicht sogar schon um 10 Uhr ein kleines „Zuckerloch“. Das führt oft zu Gereiztheit und weniger Motivation – und wer will das schon?

 

zeitliche Leistungsfähigkeit mit und ohne Frühstück

Zeitliche Leistungsfähigkeit mit und ohne Frühstück (Quelle AGES)

Auf die Nährstoffe kommt es an!

Ein gutes Frühstück für Schüler sollte auf jeden Fall Eiweiß enthalten – das hält die Kids wach und konzentriert. Fett ist wichtig, aber bitte die gesunden Varianten, wie Nüsse oder Avocados! Vitamine sind ein Muss, also rein mit Obst oder Gemüse, sonst gibt’s keine Superkräfte. Flüssigkeit nicht vergessen – ein Glas Wasser oder Tee, sonst geht der Motor nicht an. Und ja, Kohlenhydrate dürfen auch rein, aber die guten, wie Vollkornbrot, sonst sind die Kleinen schnell wieder platt.

 

So sieht ein ausgewogenes Frühstück aus

Schüler frühstücken zuhause am TischJetzt fragen Sie sich wahrscheinlich: „Was soll ich denn jeden Morgen machen, wenn die Zeit eh immer so knapp ist?“ Keine Sorge, es muss nicht das große Buffet sein. Hier ein paar schnelle und nahrhafte Frühstücksideen, die auch in stressigen Morgensituationen machbar sind:

  • Porridge mit Obst
    Haferflocken, etwas Milch oder Hafermilch und frisches Obst – in weniger als 5 Minuten haben Sie ein nahrhaftes Frühstück, das lange satt macht und die nötige Energie liefert. Das können Sie sogar am Vortag in einem Schraubenglas errichten (over-night-oats).
  • Vollkornbrot mit Avocado und Ei
    Vollkornbrot sorgt für Ballaststoffe, die Avocado für gesunde Fette, und das Ei bringt das notwendige Eiweiß. Ideal für einen kraftvollen Start in den Tag.
  • Smoothie mit Joghurt und Früchten
    Perfekt für die Morgen, an denen wirklich gar keine Zeit bleibt. Ein Mix aus Joghurt, Banane, Beeren und ein bisschen Haferflocken und Nüssen – kurz durch den Mixer, fertig ist das Frühstück-to-go.
  • Müsli mit Nüssen und Beeren
    Einfach und schnell: Ungesüßtes Müsli, Nüsse und Beeren mischen und mit Milch oder Joghurt genießen. Die Kombination aus komplexen Kohlenhydraten und Eiweiß hält lange satt.
  • Vollkornwaffeln oder -pancakes
    Bereiten Sie die Waffeln oder Pancakes am Wochenende vor und frieren Sie sie ein. Morgens einfach in den Toaster – dazu etwas Joghurt und Obst, und das schnelle Frühstück ist gerettet!

 

Frühstücken lohnt sich!

Ein ausgewogenes Frühstück hilft Ihrem Kind nicht nur, sich besser zu konzentrieren, sondern unterstützt auch das allgemeine Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit. Auch wenn die Zeit morgens manchmal knapp ist – es lohnt sich, ein paar Minuten in ein gutes Frühstück zu investieren. Schließlich wollen wir doch alle, dass unsere Kinder in der Schule ihr Bestes geben und voller Energie durch den Tag kommen.